Direktes und indirektes Licht in jedem Raum sinnvoll kombinieren
In einem Wohnzimmer mit Lese- und Essbereich beginnen wir mit einer gemeinsamen Grundstimmung und planen Akzente und Steuerung für jede Tätigkeit. Wir unterscheiden Licht, das direkt zur Aufgabe gelangt, von Licht nach einer Reflexion. Manchmal ist der Tisch zu dunkel, während Decke oder Blickfeld zu hell sind. Eine unangenehme Beleuchtung lösen wir deshalb nicht einfach durch zusätzliche Leuchten.

Bildbeschreibung und Bildtext
- Direkte Beleuchtung
- Indirekte Beleuchtung


Auf den Bildern bilden Stromschienenstrahler und folgende Leuchten die direkte Grundbeleuchtung: lineare LED-Leuchten, auf die zu beleuchtenden Bereiche ausgerichtet.


Wie reflektierende Flächen zur Atmosphäre beitragen, zeigt das Beispiel der Hotelbeleuchtung. Dieses indirekt eintreffende Licht mildert die Kontraste der Szene.
Keine der beiden Verteilungen ist grundsätzlich effizienter; vergleichen Sie die gesamte Anlage. Bei beiden müssen Blendung und Energiebedarf für das gewünschte Ergebnis betrachtet werden. Direktes Licht kann eine Aufgabe gezielt beleuchten, indirektes Licht das Blickfeld ausgleichen. Die passende Kombination ergibt sich aus Tätigkeit und vorhandenen Oberflächen.
| Merkmale | direkte Beleuchtung | indirekte Beleuchtung |
| Lichtrichtung | Zur zu beleuchtenden Fläche | Zu einer reflektierenden Fläche |
| Lichtverteilung | Stärker auf die Sehaufgabe konzentriert | Nach der Reflexion stärker gestreut |
| Blendung | Bei direktem Blick auf die Lichtquelle möglich | Reflexe oder zu helle Flächen möglich |
| Montage und Nutzung | Abhängig von Leuchte und Montage | Hotels, Wohnungen und Foyers |
| Energieeffizienz | Abhängig von der Gesamtanlage | Abhängig von Oberflächen und Gesamtanlage |
| Typische Einsatzbereiche | Büros, Geschäfte und Außenbereiche | Hotels, Wohnungen und Foyers |
Zwei Lichtwege im Vergleich: direkt zur Sehaufgabe oder über eine reflektierende Fläche.
Fünf Arten der Lichtverteilung
Neben direkter und indirekter Lichtverteilung werden auch drei Zwischen- beziehungsweise Mischformen unterschieden: vorwiegend direkt, vorwiegend indirekt und diffus.

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- Bei direkter Beleuchtung gelangt der überwiegende Lichtanteil ohne vorherige Reflexion zur Arbeitsfläche. Das Schema nennt 0%-10% nach oben und mindestens 90% nach unten. Das eignet sich für gezielte Beleuchtung und kann den Lichtstrom gut nutzen; der tatsächliche Energieverbrauch hängt von Gerät und Planung ab.
- Indirektes Licht trifft zunächst auf die Decke oder eine andere Fläche und gelangt durch Reflexion in den Raum. Das Schema zeigt mindestens 90% nach oben und 0%-10% nach unten. Es kann Schatten abmildern und den Raum weiter wirken lassen; häufig wird es mit weiteren Lichtpunkten kombiniert.
- Bei vorwiegend direkter Beleuchtung dominiert der nach unten gerichtete Anteil, ergänzt durch Licht zur Decke. Das Schema nennt 10%-40% nach oben und 60%-90% nach unten. Damit lassen sich Umgebungs- und Arbeitslicht neben Nachttischen, Sofas und Leseplätzen verbinden.
- Bei vorwiegend indirekter Beleuchtung überwiegt das nach oben abgegebene und reflektierte Licht; ein kleinerer Anteil strahlt nach unten. Im Schema sind es 60%-90% nach oben und 10%-40% nach unten. Entsprechende Pendelleuchten können Schatten in Eingangs-, Wohn- und Lernbereichen mildern, abhängig von Oberflächen und Lichtverteilung.
- Diffuse Beleuchtung verteilt das Licht um die Quelle. Die Zeichnung zeigt eine Abstrahlung von 360 Grad mit 40%-60% nach oben und 40%-60% nach unten. Kugelförmige Leuchten geringer Leistung sind ein Beispiel für dekorative Anwendungen.
Das Schema unterscheidet die direkte Beleuchtung der Aufgabe vom reflektierten Lichtanteil.
Was ist indirekte Beleuchtung?
Eine verdeckte Lichtquelle verhindert möglicherweise den direkten Blick auf sie, garantiert aber weder Gleichmäßigkeit noch störungsfreie Reflexionen. Für eine Prognose müssen Geometrie, Oberfläche und Reflexionsgrad gemeinsam mit der Leuchte betrachtet werden. Ein anschauliches Beispiel ist eine helle Decke, die aus einer Voute beleuchtet wird: Sie empfängt den Lichtstrom zuerst und gibt ihn reflektiert in den Raum zurück.
Was ist direkte Beleuchtung?
Direkte Verteilung eignet sich für Allgemein-, Arbeits-, Akzent- oder dekoratives Licht. Um ein Objekt hervorzuheben, richten Sie den Lichtkegel darauf; dieselbe Emissionsart kann auch die Grundbeleuchtung bilden. Die Quellenangabe von über 90% beschreibt die vorgesehene direkte Verteilung. Sie garantiert nicht, dass dieser Anteil immer die Nutzebene erreicht, denn Optik und Geometrie bestimmen den tatsächlichen Weg des Lichtstroms.
Wann und wo ist indirektes Licht sinnvoll?
Bewerten Sie indirektes Licht anhand der tatsächlichen Flächen: Eine helle Wand reflektiert anders als ein dunkler Anstrich. Neben dekorativen Aufgaben kann es Teil der Allgemeinbeleuchtung in Wohnungen, Restaurants, Hotels und Büros sein. Ob es Kontraste mildert und die Decke betont, hängt von seiner Einbindung in die Gesamtplanung ab.
- Gewerbliche Räume: an Decken, Wandpfeilern, Treppen und Verbindungswegen sowie in Geschäften einsetzbar.
- Restaurants: in Decken, Wänden, Böden und Barbereichen integrierbar.
- Wohnbereiche: für Schlafzimmer, Wohnzimmer, Apartments und Hotelzimmer geeignet.
- Büros: in Eingängen, Fluren, Foyers und Pausenbereichen möglich, sofern das benötigte Arbeitslicht ergänzt wird.

Wann und wo ist direktes Licht sinnvoll?
Zuerst prüfen wir Nutzerposition und Strahlrichtung, um Bildschirmreflexe und störende Lichtquellen im Blickfeld zu vermeiden. Direktes Licht kann eine Aufgabe unterstützen oder ein Objekt hervorheben: Küchenarbeitsplatte, Buch oder Ware im Geschäft. Jeden Fall stimmen wir auf die tatsächliche Nutzungssituation ab.
Zwei Wege zu indirekter Beleuchtung
◆ Die Lichtquelle kann unsichtbar in einem Profil oder einer Voute liegen und auf Decke oder Wand strahlen. Das reflektierte Licht ergänzt anschließend die Raumszene.
◆ Eine lichtundurchlässige Abschirmung prüfen wir, wenn die Quelle verdeckt und der Lichtstrom auf eine reflektierende Fläche gelenkt werden soll. Bei Wandleuchten mit oberem und unterem Austritt betrachten wir beide Lichtfunktionen getrennt.
Drei Prüfpunkte für indirekte Beleuchtung
1. Oberflächenbeschaffenheit
Die Oberfläche wählen wir nach der gewünschten Wirkung; eine raue Fläche ist nicht grundsätzlich besser. Streiflicht kann ihre Struktur deutlich hervorheben. Ebenso vergleichen wir die diffuse Wirkung matter Flächen mit möglichen Reflexen glänzender Beschichtungen. Vor der endgültigen Ausführung prüfen wir diese Unterschiede an einem Materialmuster.

2. Lichtquelle abschirmen
Bauliche Anschlüsse berücksichtigen wir bereits in der Lichtplanung, nicht erst als spätes Detail. Gesimse, Balken oder Profile können einen Teil des Lichtkegels abfangen. Wir zeichnen den Querschnitt und prüfen aus den üblichen Nutzerpositionen, ob unerwartete Schatten entstehen.

Bildbeschreibung und Bildtext
- Der Rand der Abdeckung wirft einen Schatten auf die Wand.
- Lichtquelle richtig verdeckt
- Lichtquelle vollständig sichtbar
3. Abstand zur Oberfläche
Bei langen Vouten testen wir Abstand, Optik und Oberfläche gemeinsam, weil sich eine kleine Unregelmäßigkeit durch den ganzen Raum ziehen kann. Wir schaffen genügend Platz, damit nicht unmittelbar neben einem sehr hellen Streifen eine dunkle Zone entsteht. Bei verändertem Abstand prüfen wir Ausstrahlungsbreite, erreichtes Beleuchtungsniveau und sichtbare Begrenzungen des Lichtbands.

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- Kleiner Abstand
- Großer Abstand
- Lichtstreuung
Typische Leuchten für indirektes Licht
Für indirektes Licht kommen nach oben gerichtete Wandleuchten, Stehleuchten, verdeckte Voutenquellen und Abschirmungen infrage, die Licht auf benachbarte Flächen lenken. Prüfen Sie die Optik jedes Modells. Die tatsächliche Verteilung, nicht das äußere Erscheinungsbild, bestimmt, ob es direkt, indirekt oder gemischt arbeitet.

Wandeinbauleuchten für Außenbereiche und Rampen | 3W-18W

Verstellbare Downlights 7W-45W für Geschäfte | IP44
Typische Leuchten für direktes Licht
Für Objekte oder Arbeitsflächen können verstellbare Strahler, Downlights, Stromschienen, Arbeitsplatzleuchten oder Unterbauleuchten geeignet sein. Unter Pendelleuchten finden sich sowohl nach unten strahlende als auch zusätzlich nach oben leuchtende Modelle. Ordnen Sie jedes Modell nach seiner tatsächlichen Lichtverteilung ein, nicht allein nach der Montageart.

LED-Aufbaustrahler von 5W-20W für Geschäfte und Wohnungen

Niedervolt-LED-Einbaudownlight 12V/24V/36V/48VDC

Dimmbare LED-Stromschienenbeleuchtung DALI/0-10V/Triac
Eine Leuchte kann zwei Verteilungen kombinieren
Bei Pendel- und Wandleuchten betrachten wir die Richtung des Lichtstroms, nicht nur die Befestigung. Eine Leuchte mit oberem und unterem Lichtaustritt kann gleichzeitig Decke und Tisch beleuchten. Für die Auswahl benötigen wir Verteilung und Steuerung beider Anteile: Ähnlich aussehende Gehäuse können sehr unterschiedliche Lichtszenen erzeugen.
Voute vor der endgültigen Ausführung testen
Wir bauen einen Musterabschnitt mit vorgesehenem Profil, Lichtquelle und Anstrich. Dabei beobachten wir Ecken und Balken sowie die Veränderung des Lichtbands beim Gang durch den Raum. Entstehen ein zu heller Rand oder unerwünschte Schatten, korrigieren wir Position und Optik, bevor das Detail am gesamten Umfang wiederholt wird.
Ausrichtung und Dimmung stimmen wir so ab, dass die Leuchten zusammenarbeiten. Auch den Einfluss des verfügbaren Tageslichts prüfen wir. Lese-, Gesprächs-, Arbeits- und Reinigungsszenen werden einzeln und kombiniert erprobt. Bevor wir die Anzahl der Lichtpunkte festlegen, erhält jeder eine Aufgabe; anschließend kontrollieren wir seine Wirkung aus der Nutzerposition.
